Damals

September 12, 2010 at 8:48 nachmittags (ausgestellt, derive, fotografie, Zeitdokumente) (, , , , )

Eimer, Rosenthalerstraße, Ost-Berlin 1994

Damals ist immer wann anders. Aber damals als die Mauer fiel, blieb die Zeit stehen. Der Atem stockte. Blieb die Zeit in unseren Herzen stehen. Als die Welt nach Atem rang, zerbarsten wir über Berlin in Millionen Fragmente. Und erfanden uns neu. Wer auch immer wir vorher waren, oder nicht waren, wir waren es danach nie wieder.

Während sich die Menschheit sammelt und die Geschichte sich langsam ordnet, fallen Teile Berlins in Trance. Damals in den 90ern. Wie von Geisterhand entfesselt stampft die Stadt ihren eigenen Rhythmus. Marode Häuserfassaden, jahrzehntelang verlassene Keller werden zur Bühne für eine unkontrollierbar wütende Energie. „Reiß alles nieder, steig aus der Asche empor“ heißt das Stück. Im Schutt schicksalhafter Geschichte geben sich Kunst, Trash und Techno ein Stelldichein. Mitten auf der Straße. Dichte mein Werk. Zusammengeschusterte Galerien und Clubs sprießen wie Unkraut aus dem wiedervereinigten Boden, halb legal, oft illegal. Kleb die Landkarte zusammen. Es gibt kein Morgen danach. Ist das Gefühl. Es gibt keine Regeln, lebe es aus, atme es ein, alles ist erlaubt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Take a walk on the other side

April 5, 2010 at 4:41 nachmittags (derive, fotografie, Zeitdokumente) (, , , )

Nastya, a circus performer from Penza, in her dressing room. She used to be a gymnast, but as she got older, she started to work with the dogs. Circus in Avtovo, Saint-Petersburg, 2007

Julia, a 24-year-old patient of the mental hospital in Peterhof. Her parents abandoned her when she was born. She met them for the first time that very year, in 2005. Saint-Petersburg, 2005

Eine kleinwüchsige Frau sitzt in ihrer Garderobe und wartet auf den nächsten Auftritt im Liliputanerzirkus. Perfekt geschminkt, in Einsamkeit gehüllt. Der Transvestit raucht vor dem Eingang eines Clubs. Lasziver Blick, Qualm steigt aus dem Bild. Die Mädchenfrau ohne Zähne kettet ihre Puppe an den Baum. Die Freude ist groß. Und im Irrenhaus führen die als Affen verkleideten Patienten ein Stück auf. Allesamt Geschichten von Außenseitern, auf die selten dein Blick fällt. Orte am Ende der Welt, Orte am Rande des Bewußtseins; hier findet die Fotografin Alexandra Demenkova ihre Helden, hier drückt sie auf den Auslöser. Take a walk on the other side. Den Rest des Beitrags lesen »

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Aus dem Zwischenland

März 13, 2010 at 2:03 nachmittags (derive, fotografie, kunst) (, , , , )

Schilte & Portielje, Untitled (09/A11)

Entrückte, verschleierte Wesen, die Körper seltsam verformt – in deiner Haut ist es fremd. Die Gliedmaßen verdreht, offen der Mund, haucht es Geheimnisse in den Raum, sie dringen in dein Ohr – sind die Füße zu groß? Führt dich dein Blick in die Irre oder einfach nur hinaus aus dieser Welt?

Ein Hauch von verträumter Eleganz weht durch die Bilder, umweht die Figuren des niederländischen Duos Schilte & Portielje. Ohne Titel öffnen die Fotomontagen der beiden Künstler aus einem Zwischenland die Pforte zur Phantasie.

 

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Am Ende der Welt IX

März 5, 2010 at 8:01 nachmittags (am ende der welt, derive, Essen, Spektakel) (, )

Am Ende der Welt gibt es Sushi an Frau. Zutaten für 4 - 6 verlorene Seelen: Man nehme eine schöne Frau, je nach Geschmack auch einen Mann. Körperbeherrschung sei kein Fremdwort. Man heize den Raum vor. Man bade und rasiere den Körper, pudere ihn leicht ein, das Gesicht maskiere man gleich einer Geisha. Gleichzeitig quelle man den Reis, schneide den Fisch, rolle das Sushi. Man tauche den Raum in meditative Atmosphäre. Der Körper liegt mittig im Raum aus, Kerzen entbrennen am Kopf, Algen bewuchern das Geschlecht. Sushi an Sushi den Körper entlang drapieren, dazwischen Salatblätter, Meerrettich. Man knie nieder, nehme sein Schälchen, nehme die Stäbchen. Man gehe in sich, man gehe außer sich. Es ist angerichtet am Ende der Welt.

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Ein Bild, ein Abenteuer

Dezember 29, 2009 at 8:06 vormittags (derive, fotografie, kunst) (, , , )

„Der ganze Prozess, angefangen vom Bau der Kamera bis zum fertigen Bild, ist für mich wie ein Abenteuer."

Raumverzerrungen, Schachbrettmuster, reife Früchte, inszeniertes Gemüse: Edyta Wypierowskas Stillleben umweht ein Hauch von Jahrmarkt, antik gewachst und traumgebohnert.

Verblichen erscheinen die Fotografien der Polin Wypierowska. Verblichen und mit Patina belegt. Perspektivisch verzerrt. Vor allem aber unscharf. Die Unschärfe der selbst gebauten Lochkamera.

Stilleben I

Stilleben I

In ihrer Serie „Stilleben I“ richtet sie – inspiriert von August Kotzsch Arbeit von 1870  – diese Kamera auf Obst und Gemüse.

Die zu Arrangements drapierten Feigen, Zitronen, Trauben und Kirschen werden minutenlangen Belichtungszeiten ausgesetzt. Eine Zeit,  in der die Früchte vor der Kamera – geduldiger als Models aus Fleisch und Blut – die Reife zu vollziehen scheinen. Überreif und artfremd enden sie schließlich auf Barytpapier. Die partiellen Unschärfen verleiten dazu, das Auge genauer auf das Bild zu fokussieren. Es ist diese Unschärfe, die Wypierowska mitunter mit der menschlichen Wahrnehmung vergleicht: „Wir sind nicht im Stande, alles exakt zu beschreiben oder zu verstehen.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Nymphen überall

Juli 13, 2009 at 10:01 vormittags (derive, kunst, urban art) (, , , , , , , , , , , , )

nymphen

Wo man nur hinsieht: Nymphen. Echo, die von Hera ihrer Stimme beraubt wurde. Lange nicht an Nymphen gedacht. Leukosia, Ligeia und Parthenope, die drei Sirenen, die Odysseus um den Verstand singen wollten. Immer wieder Nymphen. Auch die berühmte Calipso und die zaubermächtige Circe waren beide Nymphen. Noch mehr Nymphen. Besonders schöne Nymphen malt die französische Urban Art Künstlerin CIOU (www.ciou.fr). Nymphen überall und wo sind die Satyrn?

[Nymphe: Griechisch nymphe, lateinisch nympha, eine Braut oder eine heiratsfähige junge Frau. Dasselbe Wort wurde für Symbole der weiblichen Genitalien wie Lotusblüten, Wasserlilien und bestimmte Muscheln benutzt. „Nymphen“ dienten, besonders bei sexuellen Zeremonien, in den alten Tempeln der Großen Göttin als Priesterinnen. Sie stellten dabei das göttliche Prinzip blühender Fruchtbarkeit dar und waren manchmal als Bräute Gottes bekannt.

Das Wort „Nymphe“ wurde im Mittelalter sowohl auf eine Hexe als auch auf eine Fee angewandt, weil beide von den vorchristlichen Feen abstammten.

Die Nymphen versenkten als Naturgeister ihre Seelen angeblich auf ewig in bestimmten Teilen der Natur. Die Natur wurde im Altertum von der Großen Göttin beherrscht, und es gab Wassernymphen, Baumnymphen, Bergnymphen und Nymphen, die in der Erde wohnten, im Meer oder im Feenland. Ihre alte Verbindung mit der Sexualität blieb mehr oder weniger durchgehend erhalten. „Nymphomanie“ ist auch heute noch ein Ausdruck für sexuelle Besessenheit.] → „Das geheime Wissen der Frauen“ – ein Lexikon, Deutscher Taschenbuchverlag.

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Von Märchen und Menschenfressern

Juni 26, 2009 at 8:35 nachmittags (abgedreht, derive, Kinderwelten, kunst, sweet dreams) (, , , , , , , )

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Auch der faulste Junge der Welt, Tommy DoLittle, erlebt Seltsames. John A. Rowe, Neugebauer Verlag

Märchen sind was für Kinder. Sagt wer? Märchen können grausam sein. Weiß jeder. Märchen entführen, Märchen berauben, rauben die Unschuld, schlagen den Kopf ab.

Bunt, schrill, grausam; Kinderbücher sind en vogue. Jeder, der was auf sich hält schreibt Kinderbücher. Von Cornelia Funke über Madonna bis Doris Dörrie entladen sie alle ihre Phantasien über Kinderköpfen. Bobby, der Zirkushund, kann nicht mehr viel punkten, Rotkäppchen und ihre Freundinnen sind auch nicht mehr angesagt. Nach klassischen, alten und brachialen Märchen kräht heute kein Hahn. Das Märchen von Hänsel und Gretel, die aus Geldmangel von ihren Eltern im Wald ausgesetzt werden, passt zwar in unsere Zeit, schillert aber nicht wie der Regenbogenfisch. Und überhaupt: Armut verkauft sich nicht.

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Wer was auf sich hält, sucht Contemporary Art in Kinderbüchern. Die Geschichte soll rocken, sie soll in expressionistischen und surrealistischen Bildern eingebettet sein. Sie soll mit auf die Reise nehmen. Alice im Wunderland soll dagegen verblassen, schreib die Story am besten auf LSD oder mach ein Comic, schneid Löcher in das Buch, hol dir die besten Illustratoren, präsentiere das Werk in Hochglanz, lass es sprechen, nimm ein Megaphon, alles, nur nicht normal.

Zugegebenermaßen: Auch ich bin von der für mich neuen Kinderbuchgeneration beeindruckt. Dem Kind ist das egal. Es nimmt an Geschichten, was kommt. Ich hingegen suche die speziellen, die absonderlichen. Die Kinderabteilung der Stadtbücherei ist mein zweites Zuhause. Finde jedes Mal einen Schatz. So wie das Märchen von dem Schäfer Raul.

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“Der Schäfer Raul” von Eva Muggenthaler, Peter Hammer Verlag

Wenn Raul ein Burnout hat und meint ein Schaf zu sein, dann begibt sich Raul in die Großstadt, nimmt sich eine Wohnung, zieht sich schick an. Die Schafe hinterher. Raul geht in die Kneipe, lernt eine Frau kennen, landet mit ihr auf dem Sofa. Die Schafe schauen zu, die Schafe werden verhaftet. Eine hahnebüchene Geschichte. Eine Geschichte für Kinder. Oder doch für Erwachsene? Ist die Frage. Stutze ein wenig, die außergewöhnlichen Illustrationen von Eva Muggenthaler helfen aber schnell über diese Hürde hinweg. Einschlafhilfe ist die Geschichte allemal.

Wenn Muggenthaler die Balkone von Hochhäusern in verzerrter Perspektive malt, alles ins Dunkel taucht, dann spürt man die Einsamkeit der Großstadt gänsehautartig, diese einlullende Wärme ausstrahlende Anonymität. Wo manche verloren, fühlen sich andere geborgen. Während man sich in den Bildern verfranst, zählt das Kind die Schafe. Das Kind will lieber Piraten, ein wenig „Peppo und Peppino“, aber schon führe ich es auf schlecht beleuchteten Pfade hinunter in die Märchenwelt.

Auch im nächsten Buch, in „Paula’s Reisen“, führt Eva Muggenthaler illustratorische Regie. Auch hier sind nicht minder grandiose Zeichnungen zu finden.

Paulas Reisen

“Paulas Reisen” von Paul Maar und Eva Muggenthaler, Tulipan Verlag

Paula reist in das Land der Kreise, alles ist rund, nur Paula nicht. Die Kugelpolizei ist hinter ihr her. Sie soll der Gegend angepasst werden. Auf der Flucht bereist Paula das Land der Ecken, das Land der roten Farbe bis hin zum Land Kopfunter. Überall fällt sie auf. Paula ist anders und schon wird sie der Gegend angepasst. Paula entflieht in das Land der Daunen, wo sie sein darf, wie sie will, wie sie ist. Nach dieser Geschichte lieben wir uns alle kreuz und quer, ob bunt, kariert, ob gross, ob klein, mit ganz viel Herz und mindestens so viel Moral. Ist nicht verkehrt.

cover

“Die Menschenfresserin” von Valérie Dayre, illustriert von Wolf Erbruch, Peter Hammer Verlag

 

Aber da habe ich schon ein anderes, ein ganz interessant aussehendes Buch in der Hand. „Die Menschenfresserin“. Die Menschenfresserin? Das Cover allein ist schon Lowbrow Art in Vollendung. Schlag das Buch auf, Bilder schlagen zurück. Übergroße Köpfe an sich windenden Körpern in collagenartigen Landschaften. Da ist diese Frau, groß und fett. Es dürstet sie nach einem Kind. Sie will es fressen, sucht und sucht. Findet irgendwann das perfekte Opfer für ihr Vorhaben. Der Affe tanzt und brüllt. Nachdem sie das Kind verspeist hat, merkt sie, es war  ihre leibliche und über alles geliebte Brut. Schluck gierig hinunter. Mahlzeit. Ab sechs.

menenfresserin5Und die Moral dieser Geschicht’, bleibt irgendwo hinterm Licht. Kind, ich hab dich zum Fressen gern. Verspeis das Balg. Schluck runter, verdau. Leide bis ans Ende aller Zeiten. Immer Vorsicht liebes Kind, Mutti frisst dich auf. Aus Liebe, trotz Liebe. Auch hier ziehen die Bilder in ihren Bann. Verhext und verloren.

Manchmal sind die Struwelpetergeschichten doch ganz niedlich. In Relation gesehen gar nicht mehr so grausam. Der Suppenkaspar isst seine Suppe nicht. Na und, verhungert er eben. Konrad lutscht am Daumen. Kein Problem, wird abgeschnitten. Wackel nicht auf dem Stuhl. Kuck nicht in die Luft. Manieren, wohlgemerkt.

Gacy

Killer Clown: The John Wayne Gacy Murders by Terri Sullivan

Zur Menschenfresserin fällt mir Gacy ein. John Wayne Gacy, der mordende Killerclown. Verkleidet und geschminkt gab er den Clown auf Kindergeburtstagen. Vertrauen erschlichen, Körper ermordet. Kinder in Serie. Als Serienmörder fand er auch in den Knast, dort lebte er seine künstlerische Ader aus und malte putzige Clownbilder. Auch Gacy war fett und auch er hat sich Kinder einverleibt. Erst umgebracht, dann lecker gegessen. In echt. Aus dem Knast hat er Briefe an die Eltern geschickt, wollte diese trösten. Hat ihnen en Detail geschildert, wie gut zubereitet und wie schmackhaft die Nachkommen gemundet haben. Seid nicht traurig liebe Eltern, euer Sohn war schmeckt wie Kaninchenfleisch, passt prima zu Süßkartoffeln. Ein Schluck Wein zum runterspülen. Perfekt.

Die schrecklichsten Märchen schreibt dann doch das Leben selbst. Weil Märchen wahr sind.

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Juni 10, 2009 at 8:25 nachmittags (derive, Konzept)

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Worte aus’m Automaten

Juni 10, 2009 at 8:13 nachmittags (derive, worte) (, , , , , , )

Kaugummis, Kondome und Zigaretten haben längst ihre Lobby. Automaten wo man nur hinsieht. In der Innenstadt, in den Außenbezirken, auf dem Land, nichts außergewöhnliches, kennt man, schaut man nicht mehr hin. Außer man braucht es. Ganz dringend.

Was ist, wenn es einen aber nach Höherem strebt? Im Morgengrauen. Nach zarter Versuchung der geschriebenen Art, nach einem in Worte gehüllten Traum für die Liebste, für den Liebsten Fußballgedichte für das Spiel nach dem Spiel? Einfach nur nach Poesie? Was dann? Ganz einfach. Literatur-Automat, sagt man so salopp, ist doch klar. In jeder Kneipe sollte einer stehen, in jeder Strasse mindestens.

Und wenn dieser herbeigesehnte und endlich gefundene Automat für die verlangten zwei Euro nicht die gewünschte und versprochene Lektüre ausspuckt, wenn er dein Geld geringschätzt, diese Kiste aus Blech, sogar mit Verachtung herausspuckt, du versuchst es drei Mal, fünf Mal, du brauchst es, du brauchst die Linderung der Worte, das einzige Pflaster für deine Wunden. Bist du der Ware nicht wert? Der Wortkick, Silben schießen in deine Venen, breiten sich in deinem Kopf wohlig warm aus, reihen sich zusammen und lullen dich ein in den Klang des Versprechens. Wenn du es so sehr willst und es so gar nicht bekommst. Weil der Scheiss-Automat deine verdammten zwei Euro nicht annimmt. Ja dann. Dann hau ihn, knack ihn auf, Kung Fu, Bolzenstange, hol dir was du brauchst, egal wie.

literaturautomat vor dem cuba in münster, achtermannstrasse

literaturautomat vor dem cuba in münster, achtermannstrasse

In deiner Phantasie. Dieser Aufruf zur Gewalt ist literarischer Natur, versteht sich von selbst. Ein hausmeisterlicher Aufruf den lokalen Literaturautomaten bitte schön instand zu halten, immer brav zu füllen. So dass jeder in  literarischer Not, jeder in seiner persönlichen Sackgasse die Chance erhält, Bonmots in Hülle und Fülle und zu jeder Tageszeit ziehen zu können. Manchmal will man gar nicht mehr. Manchmal reicht das zum Glück.

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Am Ende der Welt V

April 23, 2009 at 7:46 nachmittags (am ende der welt, derive, reisen, ungarn) (, , , )

ungarn8

Am Ende der Welt wird am Ende alles gut.

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