Kein Alkohol ist auch einige Zeilen wert

April 1, 2009 at 2:54 nachmittags (derive, gelesen, kunst) (, , , , , , , , , )

„ALLOHOL“ wie Kapielski sagen würde. Alkohol scheint ein dominantes Thema in meinem Leben zu sein. Nun wurde ich unlängst von einer Rotweinallergie zur totalen Abstinenz gezwungen. Denn Bier mag ich nicht und Weißwein geht überall hin, nur nicht ins Blut, erzeugt keine Melancholie, kein Feuer, keine Leidenschaft. Weißwein ist ein kalter, lebloser Fisch. Sekt hat zuviel Säure und verklebt das Hirn. Schnaps wiederum lässt mich auf Tischen tanzen, ich bekomme nie genug davon. Das ist dann immer lustig, vor allem für die anderen. Die Pflege des Katers am Tag danach, nein, will ich nicht mehr, lange nicht mehr so oft, danke. Also kein ALLOHOL für mich heute.

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Ein Trinker. Eine Flasche. Ein Kater.

Ganz kann ich dem Laster nicht entsagen und krame aus dem Regal das verstaubte Handbuch für den modernen Trinker hervor. Die feine Art des Saufens. Stelle mich gemeinsam mit dem Autor Frank Kelly Rich – nüchtern wohlgemerkt – der immer bei Komasaufen lautstark Abstinenz fordernden Gesellschaft entgegen und schleudere mit ein paar der 77 Säuferregeln und 33 Benimmregeln für Betrunkene um mich. Keiner sieht’s. Hilft trotzdem.

Trinken ist keine Schande. Solange man dies mit vollem Körpereinsatz und unter Lebensgefahr tut. Statt elendig in der Gosse oder womöglich bei den Anonymen Alkoholikern zu landen, sollten wir alle gemeinsam am positiven Mythos des Säufers flechten. Uns in Diplomarbeiten ergießen. Wofür begibt man sich denn sonst auf die Strasse des Exzesses? Bricht den Widerstand der stolzesten Flaschen. Den Rest des Beitrags lesen »

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